Digitale Transformation: So adressiert Low-Code fünf zentrale Probleme von Unternehmen

Frankfurt/Main, 03. Februar 2025 – Die Transformation von Organisationen wird von Jahr zu Jahr anspruchsvoller. So führt aktuell vor allem KI zu einer noch höheren Komplexität der IT-Landschaften und erschwert digitale Transformationsprojekte. Die Dynamik neuer Technologien zeigt aber auch, dass die Digitalisierung von Unternehmen nicht als einmaliges Projekt zu verstehen ist. Vielmehr handelt es sich um einen Prozess, der häufig durch veraltete Systemlandschaften gebremst wird, da diese nicht mitwachsen und damit die Agilität und Innovationsfähigkeit einschränken.
Die gute Nachricht für Unternehmen: Mit Low-Code-Anwendungsentwicklung lassen sich viele dieser Probleme gezielt lösen. Mendix, ein Siemens-Unternehmen, zeigt auf, wie dies gelingt.
Problem 1: Komplexität neuer Technologien
Lösung: Low-Code-Plattformen sind so konzipiert, dass sie sich zügig an neue Technologien wie Generative KI (GenAI) anpassen lassen, so dass Unternehmen Innovationen schneller nutzen können als mit herkömmlichen Entwicklungsmethoden. Enterprise-Low-Code-Plattformen stellen häufige Updates mit zusätzlichen Funktionen zur Verfügung, die neueste Technologietrends berücksichtigen. Dieses Modell der kontinuierlichen Bereitstellung stellt sicher, dass Nutzende immer Zugriff auf die neuesten Tools, Frameworks und Integrationen haben. Manche Plattformen integrieren KI- und ML-Funktionen direkt in die Entwicklungsumgebung, wie automatisierte Workflows, prädiktive Analysen und die Verarbeitung natürlicher Sprache (Natural Language Processing, NLP). Dies erlaubt es Entwicklern, Spitzentechnologie ohne Spezialwissen zu nutzen. Low-Code-Plattformen werden auch für das Prototyping eingesetzt und ermöglichen es Teams, unmittelbar mit neuen Technologien zu experimentieren und auf der Grundlage von Feedback zu iterieren. Low-Code abstrahiert damit einen Großteil der zugrunde liegenden Komplexität, die durch den technischen Fortschritt stetig zunimmt.
Problem 2: Fachkräftemangel führt zu IT-Backlog und Innovationsstau
Lösung: Low-Code ermöglicht es Unternehmen, Silos zu überwinden und auf das Fachwissen der gesamten Belegschaft zuzugreifen, indem funktionsübergreifende Fusion Teams gemeinsam an Problemen arbeiten. Die visuelle, intuitive Natur macht Low-Code im Vergleich zu traditionellen Programmiersprachen leichter erlernbar. Junior-Entwickler, als auch nicht-technische Mitarbeitende, können schnell produktiv werden und auch der Zeit- und Kostenaufwand für Schulungen wird reduziert. Low-Code-Plattformen bieten zudem eine Bibliothek vorgefertigter Vorlagen, Komponenten und Konnektoren, die den Umfang der benutzerdefinierten Programmierung reduzieren. Dadurch können auch weniger erfahrene Entwickler anspruchsvolle Anwendungen bereitstellen, ohne über tiefgreifende technische Kenntnisse verfügen zu müssen.
„Low-Code erlaubt es Entwicklern, sich auf die Lösung übergeordneter Geschäftsprobleme zu konzentrieren und Innovationen voranzutreiben, anstatt sich mit Basis-Programmieraufgaben zu befassen“, so Tim Herden, Director Solution Architecture bei Mendix. „Damit können sie den IT-Backlog auch in kleineren Teams schneller abarbeiten und nicht-technische Mitarbeitende aus anderen Teams sinnvoll einbinden, was zum Erfolg und zügigen Abschluss von Digitalisierungsprojekten beiträgt“, ergänzt Herden.
Problem 3: Legacy-Systeme hemmen Skalierbarkeit
Lösung: Legacy-Systeme sind oft der Hemmschuh der Digitalen Transformation von Unternehmen. Denn Altsysteme sind häufig wartungs- und ausfallanfällig, nur bis zu einem gewissen Grad benutzerunfreundlich und haben zudem Kompatibilitätsprobleme mit neuer Software. Low-Code ermöglicht eine kostensparende Modernisierung von Legacy-Systemen: entweder durch eine Erweiterung von Systemfunktionen und Integration neuer Anwendungen oder eine schrittweise Migration, also das Ersetzen alter Anwendungen und den Umbau auf eine moderne Architektur. Cloud-native Low-Code-Plattformen bieten Unternehmen ausreichend Flexibilität hinsichtlich der Skalierbarkeit und ermöglichen so auch die Bewältigung steigender Workloads. Dies belegt auch die Mendix-Studie „Low-Code Perspective 2024“: Bei den deutschen Studienteilnehmenden rangiert „Automatisierung und Modernisierung von Legacy-Systemen“ mit 48 Prozent vor „Kosteneinsparungen“ und „schnellerer Bereitstellung“ als größter Nutzen von Low-Code.
Problem 4: Integration von Systemen und Daten
Lösung: Low-Code-Plattformen bieten benutzerfreundliche Konnektoren für die Integration von bestehenden Systemen wie ERP oder CRM und Dienste von Drittanbietern. Die Anbindung bisher oft inkompatibler Systeme erfolgt damit ohne aufwendige Programmierung und ermöglicht eine nahtlose Datensynchronisierung in Echtzeit, zum Beispiel über standardisierte REST-APIs. Daten aus unterschiedlichen Quellen lassen sich mit integrierten Datenmanagement-Tools zusammenführen und Datenstrukturen harmonisieren. Eine Visualisierung ist über Dashboards und eine Datenanalyse via Reporting-Tools möglich. Low-Code-Plattformen erleichtern auch die zentrale Modellierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen, die Daten aus mehreren Systemen nutzen. Integrationsprozesse können auch mittels KI optimiert werden, zum Beispiel durch automatische Schnittstellen-Erkennung oder Datenbereinigung, wenn redundante Daten erkannt werden.
Problem 5: Organisatorische Veränderungen
Lösung: Der kollaborative Ansatz von Low-Code und die gemeinsame Entwicklungsumgebung ist besonders bei organisatorischen Veränderungen wertvoll, da dieser eine bessere Abstimmung und schnellere Umsetzung neuer Initiativen ermöglicht. Gerade wenn die Veränderungen im Unternehmen mit begrenzten Budgets oder reduzierter Personalausstattung einhergehen. Low-Code fördert zudem das Prinzip des „Composable Enterprise“ mittels vorgefertigter, modularer Komponenten, wie UI-Elementen, Workflows, Datenkonnektoren und Geschäftslogikmodulen. Diese Komponenten können beliebig zusammengestellt, angepasst und in mehreren Applikationen wiederverwendet werden. Außerdem gibt es Vorlagen und Starter-Apps für gängige Anwendungsfälle wie Kundenportale, Onboarding von Mitarbeitenden oder Projektmanagement, die als Ausgangspunkt dienen und jederzeit an sich ändernde Bedürfnissen angepasst werden können. Low-Code hilft Organisationen, ihre Prozesse zu modernisieren und neue Abläufe zu implementieren. Die verkürzte Entwicklungszeit macht Unternehmen deutlich agiler und gerüstet für Change-Vorhaben und strukturelle Neuausrichtungen.
„Low-Code ist für Unternehmen zum Gamechanger in der Digitalen Transformation geworden, weil sich damit viele der größten Hürden der Digitalisierung überwinden lassen“, sagt Benjamin Erschen, Sales Director DACH bei Mendix.
Diese Erkenntnis hat sich auch bis ins C-Level herumgesprochen, wie die weltweite Studie „The Low-Code Perspective“ von Mendix unter 2.000 IT-Führungskräften bestätigt: 75 Prozent der Befragten geben an, dass ihr C-Level Low-Code als einzige Programmieroption für die Zukunft sieht und bei 77 Prozent ist das Management sogar die treibende Kraft bei der Einführung von Low-Code.



Mendix News vom 3.2.25
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Sabine Felber / Oliver Sturz